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Präsident

Reiner Holznagel

Reiner Holznagel - Präsident des Bundes der Steuerzahler

Wie er zum Bund der Steuerzahler gekommen ist, welche Ziele er hat und wie der Bund der Steuerzahler aufgestellt ist - all das verrät der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, im Interview.

Sie haben Politikwissenschaft, Öffentliches Recht und Psychologie studiert. Wann sind Sie auf den Bund der Steuerzahler aufmerksam geworden?

Im Jahr 2003 wurde ich vom Bund der Steuerzahler in Mecklenburg-Vorpommern angesprochen. Damals suchte man einen Landesgeschäftsführer und wir wurden uns schnell einig. Natürlich war mir der Verband bekannt, aber nicht mit allem stimmte ich damals überein. Umso spannender war für mich diese Aufgabe – und schnell wurde aus der Aufgabe eine Passion.

Und der Themenkomplex Steuern? War dieser schon immer Ihre Leidenschaft?

Nein, weder in meinem Studium noch in meinem Arbeitsleben vor dem Bund der Steuerzahler hatte ich mit dem Themenbereich Steuern und öffentliche Finanzen zu tun. Doch diese Situation war sowohl für mich als auch für den Verband eigentlich sehr hilfreich. Ich musste Vieles neu lernen – und durch meine vielen Fragen wurde deutlich, dass in der Steuerpolitik und im Steuerrecht nichts selbsterklärend ist. Die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes hat davon profitiert, denn bald war ich in der Lage, schwierige Themen so zu erklären, dass der Nicht-Fachmann sie auch versteht.

Welche Reformen sind Ihnen am wichtigsten?

Einen Gedanken bringen wir immer wieder in die politische Debatte ein: Lasst das Geld lieber bei den Bürgern und Unternehmern! Sie werden es sicherlich sinnvoll einsetzen – ob für die Altersvorsorge oder die Anschaffung neuer Maschinen. Je mehr Geld aber dem Staat zur Verfügung steht, umso mehr gibt er auch aus – und dies nicht immer für sinnvolle Projekte, wie unsere Publikationen „Frühjahrsputz“ und „Schwarzbuch“ zeigen. Ich denke, wenn wir den Abbau des Solidaritätszuschlags und den Umbau des Einkommensteuertarifs anpacken, kommen wir ein gutes Stück voran. Und auch das Thema Steuervereinfachung und die Besteuerung von Unternehmen – gerade im internationalen Kontext – gehören auf die Agenda.

Was wünschen Sie sich im Allgemeinen für die Zukunft?

Mehr bürgerschaftliches Engagement beim Thema Staatsfinanzen! Zudem sollte die Politik den Kampf gegen Steuergeldverschwendung aufnehmen. Es ist nur die halbe Miete, wenn Steuerhinterziehung hart bekämpft wird, aber bei der Steuergeldverschwendung nichts passiert. Beide Sachverhalte sind sowohl für den Staat als auch für die Bürger negativ, deshalb muss hier die Politik reagieren. Schließlich wünsche ich mir noch mehr Menschen, die den Bund der Steuerzahler unterstützen. Wir sind eine Bürgerinitiative ohne staatliche Unterstützung – das macht uns politisch unabhängig!

Vita

Reiner Holznagel ist der Präsident des Bundes der Steuerzahler. Er wurde 1976 in Pasewalk in Mecklenburg-Vorpommern geboren. Er besuchte die Schule in Loitz in Vorpommern und absolvierte seinen Zivildienst in einer Kinderfachklinik auf der Nordseeinsel Amrum. 1996 begann er mit dem Studium. Er studierte Politische Wissenschaften, Öffentliches Recht und Psychologie in Kiel und schloss das Studium im Jahr 2001 mit dem Magister Artium ab.

Nach Abschluss des Studiums arbeitete Reiner Holznagel bis 2003 als Pressesprecher für die CDU Mecklenburg-Vorpommern. Von 2003 bis 2005 führte er den Landesverband Mecklenburg-Vorpommern des Bundes der Steuerzahler als geschäftsführender Vorstand. 2005 wechselte Reiner Holznagel in die Bundesgeschäftsstelle und wurde Vizepräsident und geschäftsführender Vorstand des Bundes der Steuerzahler Deutschland mit Schwerpunkt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Seit Juni 2012 ist Reiner Holznagel Präsident des Verbandes. Zusätzlich ist er auch Vizepräsident der Taxpayers Association of Europe (TAE), der europäischen Steuerzahlervereinigung und Vorstandsmitglied der World Taxpayer Association (WTA).

Als gefragter Redner setzt er sich für die Rechte der Steuerzahler ein. Bekannt ist Reiner Holznagel sowohl aus der Presse als auch aus Talkshows oder der RTL TV-Show „Mario Barth deckt auf“.